Auf-dem-Weg3

Bergträume -Traumberge



Im September 2016 fand wieder ein Treffen der Paten des Nationalpark Hohe Tauern, diesmal in Neukirchen am Großvenediger statt:


             


https://www.youtube.com/watch?v=NFigBpSqTsw




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Wer in Oberstdorf im Allgäu ankommt, ist schon (fast) oben.

Solange und Rolf  haben´s probiert im September 2015


Fünf Seilbahnen im Oberstdorf-Gebiet und im Kleinwalsertal brachten uns in ca. 1/4- Stunde von 814 m Höhe in die Anderthalb- bis Zweitausender-Zone (hier die Nebelhornbahn auf 2.241 m Höhe).



In Oberstdorf fließen hauptsächlich 3 Gebirgsbäche, die Breitach aus dem Kleinwalsertal, die Trettach und die Stillach zum weitergehenden Iller-Fluss zusammen.



            


Oben hatten wir wetterbedingt meistens ein prächtiges Panorama, hier am Fellhorn (2.038 m).


Der Himmelschrofen (1.790 m) ist neben dem Nebelhorn sozusagen der Hausberg von Oberstdorf.

         


Die meiste Zeit in unserer Urlaubszeit zu Anfang September 2015 war der Himmel bayrisch weiß-blau.



Durch die Breitachklamm (westlich von Oberstdorf) mit bis zu 70 m hohen Felswänden hat sich der Bach aus dem Kleinwalsertal kommend nach Oberstdorf  über die Jahrtausende "durchgefressen".



         



Infolge der hohen Luftfeuchtigkeit sind die Felsen und Bäume in der Schlucht teilweise bemoost.



         




         


              


Bei Hochwasser legen sich die mitgeführten Baumstämme oder Felsen oft quer.

         


         


         





Steinmännchen am Eingang zur Klamm.

       


Hier an der Walser Brücke ist zugleich die Staatsgrenze zu Österreich. Das Kleinwalsertal gehört politisch zu Österreich und wirtschaftlich zu Deutschland wegen des einzigen Zugangs über die Straße.

        



Die vier Orte Riezlern (hier im Bild), Hirschegg, Mittelberg und Baad besitzen jeder ein oder mehrere Bergbahnen und (Ski-)Lifte.


Von Riezlern führt die Kanzelwandbahn auf 1.888m.




Der künstlich angelegte See dient im Winter als Wasser-Reservoir für die Schneekanonen auf den Skipisten.

              


Die im Allgäu typischen grasbedeckten Berge lassen die Bodenerosion durch den Skilauf nicht so deutlich hervortreten.

         


Es führt ein Höhenweg über den leicht zu begehenden Grat zum Fellhorn (2.038 m).


Bergstation der Fellhornbahn, aus dem benachbarten Stillachtal kommend, unterhalb des Gipfels.


         


viel begangene Gipfelroute zum Fellhorn


        


im Hintergrund der markante Hohe Ifen (2.230 m)


Die gute Sicht reicht bis zu den Zwei- und Dreitausendern in den Allgäuer und den Lechtaler Alpen.




              

Solange und Rolf am Gipfel des Fellhorn mit Blick auf ...

            


... einige der nächstgelegenen Gipfel der Zweitausender im Süden.


Weiter geht der Gratweg zum Söllereck (1.706 m) mit eigener Bergbahn.



Hier das komplette Bergpanorama vom Südwesten nach...

... Südosten


Einer der markantesten Berge ist der am Ende des Trettachtales gut sichtbare Kratzer (2.427 m).


Ganz rechts ist der am Ende des Kleinwalsertales beim Ort Baad gelegene Große Widderstein (2.533 m) zu sehen.


               


Die Gratwanderung führt auch über den Söllerkopf (1.940 m).

  

         


           

Der Gratweg von Gipfel zu Gipfel ist zugleich die Staatsgrenze von Ö zu D.



Der Krottenkopf (2.577 m, rechts) ist der höchste der Allgäuer Berge.


Hier nochmal der Kratzer (rechts) unter einem anderen Blickwinkel.



durch das Trettachtal zu dem verlassenen Bergdorf Gerstruben


           


           

eine erneute Ansicht des Kratzer

           

 

 Der schmale Weg nach Gerstruben führt durch eine enge Schlucht (genannt Tobel).




           


           


           


           


           



          


Die schon im 19.Jahrhundert verlassenen Bauernhäuser sind heute ein Freilicht-Museum.





           


           



An einem anderen Tag sind wir ein Etappenstück von Oberstdorf auf dem Europa-Fernwanderweg E5 von Konstanz nach Meran zur Spielmannsau durch das Trettachtal gegangen.




          


Auf dem Weg kommt man auch unterhalb des Dienersberg an der schönen barocken Loretto-Kapelle vorbei.


           




 




         




         


          


          






Zurück nach Oberstdorf ging es an einem Marterl am Moorschwimmbad vorbei.



               

Oberstdorf ist eng mit der Entwicklung des deutschen Skilaufs verbunden.



Die Fahrt über drei Stationen mit der Nebelhorn-Bahn war trotz der schlechten Sicht ein Erlebnis. Der Berg macht oft seinem Namen alle Ehre.



Nebelhorn-Gipfel (2.221 m) drekt oberhalb der Bergation der Seilbahn.

              





Von der 2. Mittelstation Höfatsblich (1.826 m) starten die Paraglider fast bei jedem Wetter, oft auch in Tandem-Formation mit einem Fluggast.

         


         







Die Nebelhornbahn ist eine der ältesten Seilbahnen in Deutschland, allerdings mit halbjährlichen technischen Inspektionen, insbesondere des 55 mm dicken Tragseils.




Oberstdorf hat insgesamt drei Skiflug-Schanzen (zwei davon am Nebelhorn) und richtet im Winter als einer der Orte die Vierschanzen-Tourné aus.





Ein weiterer Ausflug ging in´s Stillachtal nach Einödsbach (1.114 m) mit einem besonders an klaren Tagen wunderbaren Blick zur Trettachspitze (2.595 m) und zur Mädelegabel (2.203 m).

           


Einödsbach ist die am südlichsten gelegene deutsche Siedlung, bestehend nur aus einem Gasthof mit Landwirtschaft.

          


            


Der Blick auf die Trettachspitze und die Mädelegabel blieb uns leider wetterbedingt verwehrt.




Der kurze, aber hochalpine schmale Pfad führte uns zur spektakulären Petersalpe.



           


          


          



Schautafeln gaben Text- und Bild-Informationen zu den früheren und heutigen, harten landwirtschaftlichen Bedingungen in den Alpen.

          



 Der schräge Kamm des Hohen Ifen  (2.230 m) ist optisch beherrschend im ganzen Kleinwalsertal. Hier der erste Ort Riezlern am Eingang des Tales.



Im Vordergrund eine Stütze des Parsenn-Skilifts in Hirschegg vor dem Ifen-Gipfel.


Die Orte Riezlern, Hirschegg, Mittelberg und Baad sind Streusiedlungen über das ganze Tal verteilt.



Hirschegg mit der Kirche und dem Walser-Touristen-Zentrum für das ganze Tal


           


           



           


wintersport-mäßig ist das ganze Tal mit vielen Lifts erschlossen


Im Hintergrund das Hohe Licht (2.435 m)...


... und weitere Berge der Allgäuer Alpen




Von Mittelberg geht es mit der Seilbahn auf das Walmendinger Horn.



Der Gipfel liegt mit 1.990 m nur wenige Meter über der Bergstation.



Von hier aus kann man bei klarem Wetter bis in die Lechtaler Alpen schauen.


Der Abstieg geht geht u.a. runter bis zum letzten Talort Baad (1244 m).


            


Aussichts-Plattform am Walmendinger Horn






Obere Lüchlealpe: was in Oberbayern die Almen sind, sind im Algäu die Alpen.






           


Die Kapelle von Baad

           




Die Überquerung der Alpen auf dem Europaweg E5 von Konstanz nach Verona in der höchst gelegenen Etappe von Oberstdorf nach Meran (oder wahlweise nach Bozen) in sechs Tagen ist hier relativ am einfachsten, verglichen mit der Alpenüberquerung von München nach Venedig über die Zillertaler Alpen und dann durch das Eisacktal bis Bozen.

 Die Internetseite zum Wanderführer Fernwanderweg E5 lautet:        www.fernwanderwege5.de



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